Unkraut

Autor Sebastian Kretz hat es geschafft, könnte man sagen. Er hat es bis zur Bild gebracht, die das Erstlingswerk des Wissenschafts- und Reisejournalisten entdeckte und das Interview mit ihm titelte „Autor lässt Hipster im Schrebergarten sterben“. Bei der Recherche für „Geo“ kam Kretz der Gedanke, aus dem Tod eines Hipsters in einer Laube einer Berlin-Neuköllner-Schreibergarten-Siedlung mehr zu machen als einen Zeitschriftenartikel – einen Kriminalroman. Er erfindet den Kommissar Harm Harmsen, einen sturen Ostfriesen und die ihm zur Seite gestellte 20 Jahre jüngere Peggy Storch. Harmsen mag die moderne Technik wie Computer und Handy nicht, Storch dagegen gilt als brillante technikaffine Forensikerin, der Teamarbeit aber gar nicht liegt und die als ein wenig aufsässig gilt. Beide mögen sich überhaupt nicht, was zu eigenartigen Begebenheiten führt. Autor Kretz hat sich eine Reihe von Mordverdächtigen ausgedacht. Aber am Ende finden beide, Kommissar Harmsen und seine junge, moderne Kollegin Storch den richtigen – wer hat es auch anders erwartet.    B. W.


Rowohlt Taschenbuch Verlag, www.rororo.de, ISBN 978-3-499-27438-1, 256 Seiten, 9,99 Euro