Wochenend-Trip nach Dubai

Shoppen am Golf

Riesige Einkaufsmalls und quirlige Souks

Die einen fahren zum Einkaufen ins KaDeWe nach Berlin, andere nach Düsseldorf oder München, Paris oder New York. Oder neuerdings nach Dubai. Die Power-Stadt in den Vereinigen Arabischen Emiraten wurde zum Einkaufsparadies. Hunderte kleine, exklusive Designer-Boutiquen bieten in riesigen Malls all das, was das Herz begehrt. Aber auch quirlige Souks am Dubai-Creek gehören zu solch einem Wochenend-Trip.

The Dubai Mall, Foto: Government of DubaiJeder hat davon gehört: Im Orient wird gefeilscht, man darf sich nicht übers Ohr hauen lassen. Mit diesem Vorsatz betrete ich das Deira City Centre, eines der größten und beliebtesten Einkaufszentren im gesamten mittleren Osten. Bekleidung, Kosmetika, die neueste Technik aus Japan, Weihrauch. Was gibt es hier eigentlich nicht? Und alles ist wesentlich preiswerter als in Europa, stelle ich rasch fest. Wegen niedriger Zölle und Steuern. Doch mit Feilschen komme ich hier nicht weiter, in den Malls gibt es Festpreise.

Metro in Dubai, Foto: Government of DubaiRund 40 moderne Einkaufstempel stehen am Ufer des Dubai Creek. Die Warenvielfalt ist international, die Atmosphäre gepflegt und elegant, die Sauberkeit beeindruckend, alles vollklimatisiert, bei Sommertemperaturen von bis zu 50 Grad Celsius einfach notwendig. Geöffnet ist bis 22 Uhr. Dubai hat sich zu einem Welt-Konsumparadies gemausert. Freitags hin und montags zurück, von Hamburg, München, Düsseldorf oder Frankfurt, das wurde zur beliebten Reisevariante. Nur rund sechs Flugstunden nonstop. Nicht gerade „grün“, aber man gönnt sich ja sonst nichts.

Von Juni bis August wird zum Dubai Summer Surprises geladen, einer Art 10-wöchigem Sommerfest mit wechselnden Überraschungsthemen. Besonders an Familien mit Kindern richtet es sich. Auch zahlreiche Hotels reduzieren die Preise. Von Mitte Januar bis Mitte Februar ruft jedes Jahr das „Shopping Festival“. Da purzeln die Preise um weit über 50 Prozent in mehr als 2000 Geschäften. Doch Achtung! Die heimischen Zollbestimmungen nicht vergessen.

Die supermoderne Stadt trennt der Dubai Creek, ein 16 km langer Meeresarm. Auf ihm schippern die Dhaus, aus Holz gebaute arabische Handelsschiffe. Für solch eine gemächliche Fahrt fehlt mir leider die Zeit. Die Taxis wiederum stecken oft im Stau. Die moderne Metro ist die Alternative. Im Herbst 2009 sausten auf dem ersten Teilabschnitt die Wagen entlang. 76 km lang sind die beiden Strecken mit 47 Stationen. Ein Ticket kostet für die gesamte Strecke etwa 1,25 €. Für Frauen und Kinder sind separate Abteile vorhanden. Ach ja, fast hätte ich vergessen: Ich bin in Arabien.

Am letzten Tag darf ich doch noch feilschen. Am Nachmittag auf dem Gewürz-Souk in den Gassen hinter der Al Naif Road, zu dem verführerische Düfte den Weg weisen. Und am Abend auf dem Gold-Souk, dem größten Goldmarkt der Welt. Es glitzert in allen Facetten, Ohrringe, Armbänder, Ketten, Broschen. Gewürz-Souk in Dubai: Foto: Government of DubaiLange dauert es, bis ich mit dem Händler einig bin. „Ein goldenes Schnäppchen“ hat er mir fast weinend versichert, habe ich gemacht. Wenig später wird mir fast das gleiche Armband für bedeutend weniger Dirham angeboten. Ich eile zurück und ernte einen verächtlichen Blick. Hatte ich doch nicht daran gedacht: Ein unumstößliches Gesetz für Käufer und Händler im Orient lautet, an einen vereinbarten Kaufpreis ist man gebunden.
Kerstin Sucher


 INFOS: Government of Dubai, DTCM, Bockenheimer Landstraße 23, 60325 Frankfurt/Main, Tel. 069 7100020, www.dubai-tourism.de