Templins neue Sehenswürdigkeit

Templin hat eine neue Sehenswürdigkeit. Der Künstler Michael Fischer-Art, Absolvent der renommierten Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, hat mit mehr als acht Tonnen umweltschonenden und atmungsaktiven Farben und vielen Einfällen die hässlich-graue Fassade des Ahorn Seehotels in ein leuchtendes Schmuckstück verwandelt. Das Städtchen in der brandenburgischen Uckermark, rund 80 km nördlich des Berliner Zentrums, zeigt stolz eins der größten bemalten Kunstwerke Europas. Auf 12 435 Quadratmeter Beton des einstigen DDR-Ferienheims – in dem Fischer-Art als Kind mit seiner Familie einen Urlaub verbrachte – entstand in rund einjähriger Arbeit eine farbenprächtige Pop-Art-Schöpfung mit einer strahlenden Sonne, einem riesigen Lebensbaum und unzähligen comicartigen Figuren. „Wohl kein zweiter Künstler der Gegenwart hat so viel Fläche bemalt wie Michael Fischer-Art“ meinte Die Zeit, in mehr als 100 Orten Europas, Amerikas, Asiens und Afrikas sind Werke von ihm zu sehen.

Hoteldirektorin Yvonne Schnell hatte in Neubrandenburg einen von Michael Fischer-Art verschönerten Betonbau gesehen und konnte den Inhaber und Geschäftsführer der Ahorn Hotelgruppe, Michael Bob, sofort begeistern. Ursprünglich sollte nur die triste Fassade des zwölfgeschossigen Hotelbaus verschwinden, inzwischen setzt sich die poppige Malerei auch im Inneren fort. So sind über der Bar bunte Fische zu sehen, der Brunnen in der Hotellobby zieht mit seinem fröhlich-bunten Anstrich alle Blicke auf sich. Die Hotelgäste können sich auch zu Hause an Michael Fischer-Arts Ideen erfreuen: Im Hotelshop sind Tassen mit von ihm entworfenen Motiven erhältlich.  Bernd Wurlitzer


Ahorn Seehotel Templin, Am Lübbesee 1, 17268 Templin,, Tel. 03978 4900, www.ahorn-hotels.de/seehotel; 409 Zimmer. Viele Sport- und Freizeitmöglichkeiten, u.a. mit Brandenburgs größtem Hotel-Hallenschwimmbad und eigenem Strand am Lübbesee.