Pegida ist nicht Dresden!

Dresdens Ruf ist in Misskredit geraten – Touristen bleiben weg

Dresden macht in aller Welt negative Schlagzeilen. Ausländerfeindlichkeit hat sich in der Kultur- und Kunststadt ausgebreitet. Pegida schreckt viele ab, in die Stadt an der Elbe zu fahren. Die Mehrheit der Dresdner bekennt sich jedoch zu Offenheit und Toleranz.

Wann endlich sorgt Dresden in der Welt für andere Schlagzeilen? Warum nutzt man die bevorstehende ITB als größte Tourismusmesse der Welt nicht, um in die Offensive zu gehen? Fragen wir als Tourismusjournalisten.

  • Tausende von Journalisten aus aller Welt kommen Anfang März zur ITB nach Berlin. Dresden lädt auf der ITB zu einer Pressekonferenz unter dem schlichten Motto „Ausblick auf 2016“ ein. Warum nicht konkret: Wir gegen Pegida – mit Oberbürgermeister Dirk Hilbert?
  • Wo bleibt im Veranstaltungskalender der ITB eine Pressekonferenz von Sachsen zu dieser prekären Situation?
  • Die Landesvertretung des Freistaates beim Bund in Berlin lädt zu vielen interessanten Veranstaltungen ein. Warum nicht zu einer, in der man gegen Pegida Stellung bezieht? Ministerpräsident Tillich sollte dabei sein! Gerade jetzt, wo er auch Bundesratspräsident ist.
  • Die von uns geschätzte Dresdner Woche, Wochenzeitung aus Dresden für die Welt, berichtet in ihrer jüngsten Ausgabe vom 24. Februar von einer heilen Welt in der Elbestadt. Die Dresdner Woche wird in vielen Ländern der Welt gelesen. Doch in dieser Ausgabe gibt es Pegida nicht!
  • Unvorstellbar für uns: Die Mitarbeiter der berühmten Semperoper beziehen Position. Ihre Botschaft gegen Fremdenhass leuchtet auf einer riesigen Leinwand am Opernhaus. Jetzt muss sich die Oper für ihr Bekenntnis zu Offenheit und Toleranz verantworten – denn der Monitor verstoße gegen den Denkmalschutz . . . “ Das gibt es wohl nur in Sachsen …“, meint die Südwestpresse.

Unser Dresden, unser Sachsen hat diese negativen Schlagzeilen nicht verdient, sagen wir als geborene Sachsen. Die Erklärung des Ministerpräsidenten im Bundesrat und die Sondersitzung des Landtages zum Rechtsextremismus sind begrüßenswert, jetzt muss es aber weitergehen!

Kerstin Sucher und Bernd Wurlitzer