Noch nicht da und schon am Ende

Berühmt-berüchtigt ist die Meldung über einen Schweizer Reisenden, der am Flughafen in London in ein Mohnbrötchen biss und bei der Landung in Dubai wegen Drogenbesitzes die Handschellen klicken hörte. Was er nicht wusste: Einige der Mohnkrümel waren ihm in die Hemdtasche gerutscht. Was bei uns oder zumindest im EU-Bereich als normal gilt, bringt einem anderswo lange Haftstrafen ein. Oder: Wer sich mit Neurosen oder Unverträglichkeiten herumschlägt und damit auf Reisen geht, hat es nicht leicht. Gut zehn Prozent der Europäer sollen an mindestens einer Phobie leiden und jeder Dritte an Unverträglichkeiten. Das weiß Autorin Françoise Hauser zu berichten. Was tun, fragt sie, wenn man trotz Höhenangst in Asien im höchsten Hotel ein Zimmer nahe den Wolken bekommt? Oder sie beantwortet die Frage, welche Medikamente man bei der Einreise in diesem und jenem Land mit sich führen darf, ohne des Drogenbesitzes verdächtigt zu werden? Die Autorin nimmt die Reisenden humorvoll und psychologisch fundiert an die Hand und zeigt, wie Reisen trotzdem Spaß macht, wie man ohne Probleme an sein Ziel gelangt. Mancher ihrer Tipps soll beruhigend wirken wie dieser: Nahezu alle Flugzeuge können ziemlich problemlos weiterfliegen, wenn ein Triebwerk ausfällt, was selten genug vorkommt.    B.W.


Piper, www.piper.de, ISBN 978-3-492-30827-4, 240 Seiten, 10,00 Euro