Morde, Skandale, Gier

Euphorisch empfingen die Sachsen nach der Einheit Deutschlands die Nachfahren ihres Königs. Auf dem Gesamtministerium in Dresden, der heutigen Staatskanzlei, hievten sie wieder die Königskrone nach oben. Geblieben ist davon nicht viel, denn was die Wettiner nach 1990 forderten und aus dem Land schleppten, das hat selbst den Monarchie freundlichsten Sachsen empört. Sie verlangten Land und Wald, vor allem aber Kunstwerke wie Schmuck, Porzellane und Gemälde zurück, all das, was sie in London bei Sotheby´s zu Geld machen konnten. 21,1 Millionen Euro zahlte der Freistaat Sachsen an die Wettiner, rund 8000 Kunstgegenstände gab er an sie zurück. Das aktuelle Geschehen steht am Ende von „mancherlei Hässlichen“, wie es auf dem Buchrücken heißt. „Intrigen oder Wollust zählen ebenso zu den Tiefpunkten wie Morde, Skandale und unersättliche Gier“. Reinhard Delau hat in dem Buch vieles aus der dunklen Geschichte des sächsischen Adels zusammengetragen.


Tauchaer Verlag, www.tauchaer-verlag.de, ISBN 978-3-89772-258-3,176 Seiten, 14,80 Euro