Der Jemen vor einer humanitären Katastrophe

  • Alle zehn Minuten stirbt im Jemen ein Kind, viele an Unterernährung
  • Rund 9 Millionen Menschen wissen nicht, wo sie ihr nächstes Essen herbekommen sollen und stehen vor einer Hungersnot
  • Das Land erlebt die größte Cholera-Epidemie der Menschheitsgeschichteie UNO spricht von der „größten humanitären Katastrophe der Gegenwart“

Wie wird es diesen Menschen auf den Fotos heute gehen? Was ist aus Nada, Amira und Hassan geworden? In Jemen tobt seit dem März 2015 ein grausamer Krieg. In dem Land, das die alten Römer einst Arabia felix nannten. Luftangriffe und Bodenkämpfe, Bomben und Raketen führten zu schlimmen Verwüstungen. In die Schule geht vermutlich von meinen kleinen jemenitischen Freunden keiner mehr, die meisten sind geschlossen, Krankenhäuser zerbombt, es fehlt an Medikamenten. Achmed soll nicht mehr am Leben sein, habe ich gehört. Und Abdul wird wohl die Ziegen seines Opas nicht mehr hüten. Mehr als 80 Prozent der Jemeniten haben keinen Zugang zu sauberem Wasser. Tiere baden im Fluss, Frauen waschen ihre Kleidung darin und Mütter geben das Wasser ihren Kindern zum Trinken.

In Aden, der südlichen Hafenstadt, nahm mich vor Jahren der kleine Saher an die Hand und schlängelte sich mit mir durch die schmalen Gassen des Suq, den orientalischen Markt, um mir den Stand von Onkel Ali zu zeigen. Heute müssten wir Panzern ausweichen und lauschen, wo Granaten einschlagen. Der Konflikt gilt als Stellvertreterkrieg der Erzfeinde  Iran und Saudi-Arabien. Die Waffen kommen aus Europa, auch Deutschland und Österreich verkaufen sie an Saudi-Arabien! Wann endlich reagiert die internationale Gemeinschaft? Wie lange schaut man noch schweigend weg? Nada, Amira, Hassan und Achmed wollen leben – wenn sie in diesen Stunden noch am Leben sind,  so wie Ihre Kinder und Enkel.    Bernd Wurlitzer

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Aktion Deutschland Hilft e. V., Bündnis deutscher Hilfsorganisationen, nimmt Spenden entgegen.

Schirmherr Bundespräsident a. D. Horst Köhler
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Spenden-Stichwort: Hunger Jemen