Gerüchte?

Matratzen-Maut

Immer mehr Städte greifen den Touristen in die Taschen. Mit einer sogenannten Bettensteuer, umgangssprachlich Matratzen-Maut genannt, soll Geld in die leeren Kassen gespült werden! Die Hotels müssen für jedes vermietete Zimmer pro Nacht an die Stadt bezahlen. In Lübeck sind es beispielsweise fünf Prozent, die auf den Übernachtungspreis aufgeschlagen werden, in Darmstadt drei Euro. Der Hotel- und Gaststättenverband läuft gegen die Abgaben Sturm, der renommierte Tourismusprofessor Karl Born spricht von einer „kommunalen Wegelagerergebühr“, der Deutsche Reise-Verband von „inakzeptabel“. Grenzen scheinen viele der Stadtoberen nicht zu kennen: Essen erhebt eine „Bräunungssteuer“ für jede Sonnenbank, Köln eine Sex-Steuer. Und wenn wir alle nicht aufpassen, dann wird es vielleicht bald eine Imbiss-Steuer pro verkaufter Bockwurst oder eine Essensgebühr pro Restaurantplatz geben meint

Bernd Wurlitzer