Gault-Millau-Guide

Der Osten keine graue Wüste mehr

Gault Millau Guide

Die Gastronomen fürchten ihn wegen seiner zynisch-sarkastischen Beschreibungen, die Gourmets mögen ihn gerade deswegen. 1060 Restaurants stellt die Deutschland-Ausgabe 2010 des französischen Gourmet-Guides  „Gault Millau“ vor. 30 unabhängige Gastrokritiker waren ein Jahr lang anonym unterwegs, um die Besten ausfindig zu machen. Und sie stellten fest: Der Osten Deutschlands ist gastronomisch keine graue Wüste mehr.

In Mecklenburg-Vorpommern setzten  sie Tillmann Hahn vom Restaurant „Der Butt“ in Rostock-Warnemünde auf Platz 1 und und  Ronny Siewert vom „Friedrich Franz“ in Bad Doberan-Heiligendamm auf  Platz 2. In Brandenburg erkochte sich Oliver Heilmeyer vom Restaurant „17fuffzig“ des renommierten Hotels Zur Bleiche im Spreewald den 1. Platz, der Guide bezeichnet ihn als einen „der wichtigsten Exponenten der neuen deutschen Regionalküche“, weil kaum jemand sonst „sich so intelligent einen eigenen Weg zwischen lokalen Produkten und Traditionen und weltläufiger Moderne“ sucht. In Sachsen-Anhalt verteidigten ihre Spitzenplätze Hendrikus H.G. Brune vom „Schloss Storkau“ in Storkau/Altmark und Gabriele Erdmann vom „Parkrestaurant Vogelherd“ in Zerbst. In Sachsen wurde Dirk Schröer vom Restaurant „Caroussel“ des Dresdner Hotels Bülow Residenz zur Nummer 1 erklärt. In Thüringen rangiert bereits im 14. Jahr der Italiener Marcello Fabbri vom „Anna Amalia“ im traditionsreichen Hotel Elephant in Weimar auf Platz 1 der kulinarischen Gault Millau-Hitliste. Er bekam vom Guide, der nach dem französischen Schulnotensystem urteilt, 17 von 20 möglichen Punkten. Sie stehen für „höchste Kreativität und Qualität, bestmögliche Zubereitung”. Eine höhere Note haben in Deutschland nur 40 Köche vom „Gault Millau“ erhalten.

Bewu.

Christian Verlag, 840 Seiten, Maße 21,4×14,6×4,8  cm, ISBN 978-3-88472-955-7, 29,95 €

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