Ein Wochenende in Magdeburg

Zu Besuch bei den berühmten Ottos

 Magdeburg hat zwei berühmte Ottos – deshalb präsentiert sich Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt neuerdings als „Ottostadt“.

Der eine Otto lebte vor rund 400 Jahren: Otto von Guericke, der „Galilei Deutschlands“, der die Luftpumpe erfand. Sein spektakulärstes Experiment wird heute noch oft vorgeführt: Aus zwei zusammengefügten metallischen Halbkugeln wird die Luft herausgepumpt. 16 Pferde sind nicht in der Lage, die Kugelhälften auseinander zu reißen. Wer wissen möchte, wie dieser Otto aussah: Neben dem Rathaus platzierten die Magdeburger ein Guericke-Denkmal und am Elbufer, in der Lukasklause, sind sein Arbeitszimmer und die Halbkugeln zu sehen.

Komplizierter ist es mit dem anderen Otto, dem Kaiser, der Magdeburg zum Zentrum des neu gegründeten Erzbistums und zu einer blühenden Metropole machte und der den Beinamen der Große bekam. Vor dem Rathaus leuchtet der Magdeburger Reiter, ein berühmtes Standbild des hohen Mittelalters, das den Kaiser zeigen soll. Und in der sechzehneckigen Kapelle im Dom, dem ältesten gotischen Bauwerk auf deutschen Boden, sitzt der Kaiser mit seiner Gemahlin Editha. Auch das behaupten die Magdeburger felsenfest. Unbestritten dagegen ist: Im Hohen Chor des Doms steht sein Sarkophag.

Wird ein Postkartenmotiv gewünscht, steigt (oder fährt) man den Aussichtsturm im Rotehornpark hoch. Elbe und Dom sowie die Marieninsel mit dem Venustempel (Bild links)  liegen einem fast zu Füßen. In der Ferne leuchten goldene Kugeln. Sie gehören zu einem der letzten Bauwerke von Friedensreich Hundertwasser (unten). Wenn die Beine noch nicht pflastermüde sind: Magdeburg hat zwei weitere wunderschöne Parks anzubieten. Neben Essen und Hannover soll die Stadt zu den grünsten Metropolen in Deutschland gehören, sagen die Magdeburger. Wer auf dem Rotehornpark-Aussichtsturm steht und sich umschaut, wird ihnen nicht widersprechen.


Tourist-Information Magdeburg, Ernst-Reuter-Allee 12, 39104 Magdeburg, Tel. 0391 8380403, www.magdeburg-tourist.de