Der West-Leuchtturm in Ost-Berlin

Das Gebäude in der Hannoverschen Straße in Berlin-Ost (DDR-korrekt: Hauptstadt der Deutschen Demokratischen Republik) machte Schlagzeilen, als es Ausreisewillige besetzten, die von Deutschland nach Deutschland wollten. Das meiste, was hinter den weiß gestrichenen Mauern passierte, erfolgte im Stillen. Das Buch vermittelt viel von den Aufgaben, die die „Ständige Vertretung“  als politische Relaisstation zwischen West und Ost hatte. Erster „Ständiger Vertreter“ war der nunmehr fast legendäre Günter Gaus (1974-1981), dem Klaus Bölling (1981-1982) und  Hans-Otto Bräutigam (1982-1989) folgten. Der letzte, Franz Bertele, lud am 2. Oktober 1990 zu einem Empfang,  auf dessen Einladungskarten stand: „Die Deutsche Einheit kommt – die Ständige Vertretung geht“.


Das „weiße Haus“ in Ost-Berlin, Ch. Links Verlag, Berlin, www.christoph-links-verlag.de, 336 Seiten, ISBN 978-3-86153-556-0, 29,90 Euro