Der gute Mensch von Düsteroda

Ein Pfarrer, denn das ist der Autor Andreas Kolb im wahren Leben, erfindet einen Kollegen namens Samuel Pistorius, der mit alttestamentarischer Strenge in seiner Thüringer Kirchengemeinde herrscht, und auch sonst alles andere von dem verkörpert, wie man sich gemeinhin einen Pfarrer vorstellt: Pistorius trinkt Alkohol, raucht, geht ins Bordell und ist in dunkle Grundstücksgeschäfte verwickelt. Auch Kommissar Brückner, der bald an seiner Seite auftaucht, um den Tod des Geschäftsmanns Blech aufzuklären, gehört nicht zu den Musterpolizisten, man könnte ihn als Feigling und Faulpelz bezeichnen. Das Buch ist leicht geschrieben, mit viel Ironie, schwarzem Humor, deftigen Dialogen, es liest sich locker weg. Und der Inhalt? Ach ja, wie war der doch gleich?


Sutton Verlag, www.sutton-belletristik.de, ISBN 978-3-95400-453-9, 200 Seiten, 12,99 Euro