Auf Entdeckungsreise durch Dresden

Gabriele Kalmbach hat viele Jahre für andere Autoren gute Bücher produziert, jetzt schreibt sie selbst welche. Auf abseitigen Wegen durchstreifte sie Dresden und fand viele versteckte Plätze und geheime Winkel, über die selbst mancher Einheimische staunen dürfte. Ob man diese Orte  als Tourist gesehen haben muss, darüber lässt sich gewiss streiten. Der Gast von Elbflorenz wird wohl doch zur Frauenkirche und zur Gemäldegalerie Alte Meister eilen und nicht zum Rhododendrongarten nach Wachwitz oder zum Prießnitz-Wasserfall in der Dresdner Heide. Die Idee des Verlages, solche „anderen Reiseführer“ herauszugeben, war aber offensichtlich doch nicht die schlechteste. Denn mittlerweile gibt es mehr als zwei Dutzend verschiedene Bände, u. a. über Leipzig, Berlin, Köln und das Saarland. Wer vom Dresden-Reiseführer ein Exemplar der 1. Auflage vorliegen hat, sollte es gut aufheben, denn es stellt eine kleine Rarität dar: Entgegen allen Gepflogenheiten hat das Buch keinen Bildnachweis – der befindet sich im Leipzig-Reiseführer und der Bildnachweis vom Leipzig-Reiseführer gewiss irgendwo im Nirwana verschwunden.


„111 Orte in Dresden, die man gesehen haben muss“, Emons Verlag, Köln und Regensburg,  www.emons-verlag.de, 240 Seiten, ISBN 978-3-89705-909-2, 14,95 Euro